Cäsium oder Cäsium ist ein chemisches Element mit dem Symbol Cs und der Ordnungszahl 55. Es ist ein weiches, silbrig-goldenes Alkalimetall mit einem Schmelzpunkt von 28,5 °C (83,3 °F). Damit ist es eines von nur fünf elementaren Metallen, die bei oder nahe Raumtemperatur flüssig sind. Cäsium hat ähnliche physikalische und chemische Eigenschaften wie Rubidium und Kalium. Es ist das am wenigsten elektronegative Element.
Es hat nur ein stabiles Isotop, Caesium-133. Cäsium wird hauptsächlich aus Umweltverschmutzung gewonnen, während die Radioisotope, insbesondere Caesium-137, ein Spaltprodukt, aus Abfällen gewonnen werden, die in Kernreaktoren anfallen.
Der deutsche Chemiker Robert Bunsen und der Physiker Gustav Kirchhoff entdeckten 1860 Caesium mit der neu entwickelten Methode der Flammenspektroskopie. Die ersten Anwendungen von Caesium in kleinem Maßstab waren als „Getter“ in Vakuumröhren und in Fotozellen. 1967 stützte sich das Internationale Einheitensystem auf Einsteins Beweis, dass die Lichtgeschwindigkeit die konstanteste Dimension im Universum ist, und verwendete zwei spezifische Wellenzahlen aus einem Emissionsspektrum von Caesium-133, um die Sekunde und den Meter miteinander zu definieren. Seitdem wird Cäsium häufig in hochgenauen Atomuhren verwendet.
Metallisches Cäsium ist sowohl in der Luft als auch insbesondere in Wasser hochreaktiv und reagiert explosionsartig, selbst bei Temperaturen von bis zu −116 °C (−177 °F). Cäsium bildet ausschließlich ein monovalentes Kation. Fast alle Cäsiumsalze sind in Wasser leicht löslich.
SIR-600 hat eine extrem hohe Selektivität für Cäsium. Cäsium wird zusätzlich zum Austausch durch Molekularsiebung aufgefangen. Kationenharze in Wasserstoffform wie CG8-H können ebenfalls verwendet werden, ihre Fähigkeit, Cäsium zu entfernen, wird jedoch durch andere Ionen in Lösung eingeschränkt. Im Allgemeinen ist es bei der Verwendung von Harzen vom Typ SAC zur Entfernung von Cäsium erforderlich, alle anderen Kationen zusammen mit Cäsium zu entfernen.